Presseartikel: Hohe Investitionen in Schulstandorte

Aus dem Gemeinderat der Stadt Bad Wildbad

Hohe Investitionen in Schulstandorte

Die Schulen beschäftigen den Bad Wildbader Gemeinderat und belasten den Haushalt. Im Frühsommer soll mit dem Bau einer Mensa an der Fünf-Täler-Schule in der Jahnstraße begonnen werden (wir haben berichtet) und für das nächste Großprojekt wurden die Weichen gestellt: Die Generalsanierung des Schulgebäudes in der Höfener Straße.

Seit der Umstellung der Fünf-Täler-Schule auf einen Ganztagsbetrieb im Jahr 2015 warten Lehrer und Schüler auf eine Mensa, Ruhe-, Bewegungs- und Hausaufgabenräume. Bereits im November 2015 wurde ein Förderantrag gestellt, der allerdings nicht genehmigt wurde. Seither harren die Betroffenen in einem Provisorium aus. Die Räume für den Ganztagsbetrieb sind im gesamten Schulgebäude verteilt. Für die Essensausgabe wurde ein Teil des Foyers abgetrennt.

Mitte vergangenen Jahres wurden die Förderanträge dann endlich bewilligt (281.000 Euro Fachförderung und 1,3 Millionen Euro aus dem Ausgleichstock). Nun soll auf dem Schulgelände ein 550 Quadratmeter großer zweigeschossiger barrierefreier Holzbau entstehen, der durch eine Brücke mit dem Altbau verbunden wird. Die Mensa muss sämtliche funktionale und lebensmittelrechtliche Anforderungen erfüllen und sie wird für verschiedene Bewirt- schaftungsarten nutzbar sein. So wird sie auch als Aula dienen, die durch die Installation einer Faltwand flexibel genutzt werden kann. Zur Verkürzung der Bauzeit wird das Gebäude in Holzbauweise geplant.

Die Gesamtkosten lagen ursprünglich bei 2,5 Millionen Euro, sind inzwischen jedoch auf 2,8 Millionen Euro angestiegen. Erst der Aus- schreibungs-Wettbewerb werde jedoch Klarheit darüber bringen, was das Gebäude letztendlich kosten werde, so Stadtbaumeister Peter Jung-Teltschik in der Sitzungsvorlage. Ende 2019 soll die Maßnahme abgeschlossen sein und der Neubau eröffnet werden.

Erst in der Anfangsphase stecken hingegen die Vorbereitungen zur Generalsanierung des Schulstandortes in der Höfener Straße. Ursprünglich war geplant worden, das ehemalige Realschul-Gebäude außer Betrieb zu nehmen. Doch die steigenden Geburtenzahlen und Zuzüge machen einen Weiterbetrieb notwendig. Die Mitglieder des Verwaltungs-, Sozial- und Tourismusausschusses machten sich im Herbst vergangenen Jahres selbst ein Bild von den Zuständen in dem alten maroden Gebäude und waren sich einig, dass es von Grund auf saniert werden muss. Das Raumangebot der Schule ist jetzt schon knapp und erfordert von der Schulleitung ein ständiges Jonglieren der Klassen. Diese Situation hat sich im vergangenen Jahr verschärft, da aus raumlufthygienischen Gründen im Untergeschoss kein Technikunterricht mehr möglich ist.

Die Verwaltung hat daraufhin kurzfristig ein Konzept für eine Generalsanierung des Schulstandortes
erarbeiten lassen, um darauf vorbereitet zu sein, wenn
entsprechende Förderprogramme aufgelegt werden.
 Ende Januar haben das Kultusministerium und das Finanzministerium einen Kommunalen Sanierungsfonds für die Sanierung von Schulgebäuden aufgelegt, den die Stadt gerne in Anspruch nehmen möchte. „Daraufhin haben wir unsere Pläne aus der Schublade geholt“, so Bürger- meister Klaus Mack. Bis Ende März hat die Verwaltung nun Zeit, die entsprechenden Anträge einzureichen. Es seien noch viele Hürden zu nehmen, doch man wolle die Chance nutzen, so Mack. Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro für die Generalsanierung wird gerechnet. In Aussicht gestellt wird eine Grundförderung von 33 Prozent, wobei zusätzliche Ausgleichstockmittel als Komplementärförderung beantragt werden können. Die Höchstförderung beträgt 90 Prozent. Doch selbst bei einer Höchstförderung blieben 800.000 Euro an der Stadt hängen, gab der Schultes zu bedenken.

Die Gemeinderäte begrüßten einstimmig das zwischen Schule, Bauamt und Architekt abgestimmte Konzept für eine Generalsanierung und ermächtigten die Stadtverwaltung, Architekten und Fachingenieure für die weitere Planung zu beauftragen und die Förderanträge zu stellen.

 

Entnommen aus: Wildbader Anzeigenblatt mit Calmbacher Bote vom 07.03.2018

Vertretungspläne

Vertretungspläne als PDF-Dateien runterladen.